Biodynamik im Dienste der Rebe, des Weins und des Winzers

Die Biodynamik ist viel mehr als nur eine Reihe von Spezifikationen. Es ist vor allem eine Philosophie, die auf dem Respekt vor der Natur beruht. Sowohl im Weinberg als auch im Weinkeller ermöglicht sie es dem Winzer, sich seinen Beruf anzueignen!

Wie vielen Anderen hat die Biodynamik auch Philippe dabei geholfen, die Natur, die Rebe und das Terroir besser zu verstehen. Zu verstehen, dass Geduld ein Begriff ist, der die Herstellung von Terroirweinen perfekt erfasst.

Die Umstellung auf biologischen und danach auf biodynamischen Weinbau brachte ihn zurück zum Weinberg.

Philippe trat 1998 ins Weingut ein. In den ersten 5 Jahren seines Weinabenteuers sah er sich als Geschäftsmann. Eine Person, die ein Unternehmen leitet, die Personalressourcen verwaltet und den Handel mit den Weinen vorantreibt. Im Jahr 2003 wurde ihm klar, dass er sich vom Weinberg und dem eigentlichen Beruf des Winzers entfernt hatte. Die Umstellung auf biologischen und danach auf biodynamischen Weinbau brachte ihn zurück zum Weinberg. Da verstand er, was das Wort Terroir bedeutet. Er übernahm wieder Aufgaben, die er lange nicht mehr gemacht hatte, wie zum Beispiel den Rebschnitt. Diese Tätigkeit empfindet Philippe als seltenen Moment, in dem er seiner Rebe von Angesicht zu Angesicht gegenübersteht und er hat den Eindruck, dass auch die Pflanze diesen intensiven Moment spürt.

Im Weinkeller macht Philippe eine ähnliche Erfahrung, denn er wählte eine neue Art der Weinherstellung. Als er 1998 ankam, erlaubte die Appellation den Verkauf von Flaschen nur nach 3 Monaten Reifezeit (d.h. im selben Jahr wie der Jahrgang). Ein 98er wurde im Jahr 98 abgefüllt -- ein Irrtum für unseren Winzer. Die Biodynamik hat ihn Geduld gelehrt. Dass der Sauvignon durch ein Jahr Reifezeit und dadurch, dass er einen Zyklus der vier Jahreszeiten drinnen verbringt, besser wird.

Die biodynamische Bewirtschaftung bringt mehr Vitalität in den Wein, was bedeutet, dass die Schwefelmenge deutlich reduziert werden kann.

Die biodynamische Bewirtschaftung bringt mehr Vitalität in den Wein, was bedeutet, dass die Schwefelmenge deutlich reduziert werden kann. Die Wurzeln der Rebe liegen tiefer, sodass sie das Terroir und die Mineralien besser erreichen. Der Wein gewinnt dadurch an Energie, Seele, Vitalität und Komplexität. Jahr für Jahr, Jahrgang für Jahrgang, wird die Schwefeldosis (Sulfite) reduziert. Vielleicht wird er eines Tages erreichen, dass all seine Weine ohne Zusatz von Sulfiten auskommen.

Domaine Philippe Gilbert
Domaine Philippe Gilbert

Centre, Frankreich

Philippe Gilbert

Hektar
30
Hektar
Rebsorten
2
Rebsorten
Weine
11
Weine

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