Gianfranco Paladino

Alcesti Famiglia & Cantina,  Sizilien, Italien

35
Hektar
10
Rebsorten
12
Weine
Das Weingut Alcesti ist die Verwirklichung des Traums von Familie Paladino. Es spiegelt ihre gastfreundschaftliche Art, ihren Wunsch nach Innovation und ihren Respekt für die Umwelt wider.

Welcher Ihrer Weine liegt Ihnen besonders am Herzen? Warum?

Auf jeden Fall Ninfea, unsere Mischung aus Chardonnay und Grillo. Zum einen, weil er von allen Weinen, die wir haben, der am meisten prämierte war. Zum anderen, weil es sich um die erste Rebsorte handelt, mit der wir gearbeitet haben. Es war der Anstoss für die Entstehung unseres Weinguts, denn wir waren unter den ersten, die in Sizilien überhaupt Chardonnay anpflanzten.

Gianfranco Paladino

Gianfranco, ausgebildeter Ingenieur, war in der Unternehmensberatung tätig. Er hatte zwei Ingenieurbüros: Eines, in dem er Managementberatung für kleine und mittlere Unternehmen in Sizilien und darüber hinaus anbot, sowie ein anderes Studio, in dem er sich in den frühen Jahren mit erneuerbaren Energien beschäftigte, als das Thema noch wenig präsent war. Er baute zudem eine thermische Anlage. Diese war eine der grössten, die zu dieser Zeit in Italien gebaut wurden und wurde vom Ministerium in einer Fachzeitschrift für erneuerbare Energien erwähnt. In der Zwischenzeit entstand das Projekt des Weinguts Alcesti. Da Gianfrancos Familie bereits seit Generationen im Weingut verwurzelt war, zog es ihn letztendlich zu seinen Ursprüngen zurück.

Wie sind Sie in die Welt des Weinbaus gekommen?

Ich wurde tatsächlich in die Welt des Weinbaus hineingeboren: Meine Grosseltern waren Bauern, kleine landwirtschaftliche Unternehmer, die schon immer Weinberge bewirtschaftet haben. Statt eines Einstiegs in die Weinwelt, ist es vielmehr eine Rückkehr. Eine Rückkehr zu den Ursprüngen und Familientraditionen.

Was macht Sie in Ihrem Berufsleben besonders glücklich?

Die täglichen Herausforderungen: immer die Lösung für ein Problem zu finden. Das ist es, was mich am meisten motiviert. Das Glück ist definitiv mit der Erntezeit verbunden: diesem langen Warten und der Arbeit, die mit Hindernissen wie Wetterbedingungen, Hitze, Kälte, Hagelstürmen etc. einhergeht, die uns aber zu dem wunderbaren Endziel, nämlich der Weinlese, führt.

Was wünschen Sie sich für Ihren Weinkeller?

Unser Ziel bleibt Jahr für Jahr dasselbe: die Besonderheiten des sizilianischen Territoriums zu erzählen, zu interpretieren und zum Ausdruck zu bringen. Wir wollen uns ständig verbessern und neue Ideen umsetzen, indem wir mit neuen Produkten experimentieren.

Welches Weinerlebnis werden Sie nie vergessen?

Natürlich das Jahr 2003: die erste Ernte, die erste Weinerfahrung, das Zusammenspiel von Weinberg und Keller.

Was ist die Arbeitsteilung?

Meiner Mutter gehört das Unternehmen, sie ist die Eigentümerin. Mein Vater ist der Landwirt, er kümmert sich hauptsächlich um die Weinberge. Meine Schwester kümmert sich um die Verwaltung und ich kümmere mich um den Rest, von der kaufmännischen Seite bis hin zur Logistik und Produktion. Da es sich um ein kleines Weingut handelt, gibt es eigentlich keine genaue Aufteilung, jeder macht also alles.

Woher stammt der Name Alcesti?

Der Name Alcesti stammt aus dem Werk von Euripides, einem fiktiven Namen, der sich auf eine Tragödie mit Happy End bezieht, die mit der griechischen Mythologie verbunden ist: Wir mochten diese heroische weibliche Protagonistin, die sich für ihren Ehemann opferte, sehr.

Was sind Ihre Interessen/Hobbys ausserhalb des Weinbaus?

Lesen, Sport, Reisen, Mathematik, Physik und Energiegewinnung sind die Bereiche, für die ich mich am meisten interessiere.

Statt eines Einstiegs in die Weinwelt, ist es vielmehr eine Rückkehr. Eine Rückkehr zu den Ursprüngen und Familientraditionen.

Können Sie sich an Ihren ersten Schluck Wein erinnern?

Ja, die Erinnerung an meinen ersten Schluck Wein ist mit meinen Grosseltern verbunden. Sie liessen mich als Kind am Ende der Ernte zum ersten Mal die nach alter Marsala-Tradition hergestellten Weine probieren (lächelt). Es ist eine sehr angenehme Erinnerung: Diese Weine waren rau, kantig und sehr alkoholreich, so wie sie damals hergestellt wurden. Es handelte sich um "vini di alto grado", sprich hochwertige Weine, wie sie hier in Marsala umgangssprachlich genannt werden, die von den Bauern auf dem Lande getrunken wurden.

Welchen Beruf hätten Sie ausgeübt, wenn Sie nicht Winzer geworden wären?

Ich hätte sicherlich als Ingenieur weitergearbeitet.

Wie haben Sie die Zeit mit dem Coronavirus bewältigt?

Das Coronavirus hat uns unvorbereitet getroffen. In dieser Hinsicht ging es uns wie allen anderen. Glücklicherweise sind wir nicht stehen geblieben, aber wir haben uns langsamer bewegt: die Arbeit wurde reduziert und die Kunden haben viel weniger gekauft.

Was ist das Besondere am Weingut Alcesti?

Der Wunsch, neue Produkte und Lösungen zu entdecken. Den Mut, innovative Projekte in Angriff zu nehmen.

Welche Bedeutung hat der Weinkeller für Sie?

Das Weingut Alcesti ist die Verwirklichung des Traums unseres Familie. Es spiegelt unser Gastfreundschaft, unseren Wunsch nach Innovation und unseren Respekt für die Umwelt wider. Es ist der Ort, an dem wir jeden Tag nach Spitzenleistungen streben.

Alcesti Famiglia & Cantina
Alcesti Famiglia & Cantina

Sizilien,Italien

Gianfranco Paladino

Hektar
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10
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