Renato & Emanuele Buganza

Azienda Agricola Renato Buganza,  Piemont, Italien

10
Hektar
4
Rebsorten
11
Weine
Guter Wein, in guter Gesellschaft.

Welche Interessen haben Sie ausser dem Wein noch?

Renato: Da ich der Sohn eines Künstlers bin und eine Pianistin geheiratet habe, kann ich nicht anders, als Musik zu schätzen, insbesondere Popmusik, Jazz und manchmal auch klassische Musik. Das Kino ist eine weitere grosse Leidenschaft von mir.

Renato Buganza

1944 wurde Renato Buganza in Vigevano, einem Dorf auf der anderen Seite des Po Pavese, geboren. Er war der Sohn von Oddone Buganza, einem Geiger, der gerne guten Wein trank: eine Leidenschaft, die sich in Renato entfaltete, der seit über 40 Jahren als Weinbauer tätig ist. Renato war als Agrartechniker für alle Schritte der Weinherstellung zuständig, von der Ernte bis zur Abfüllung. Im Laufe der Jahre hat er die Techniken verfeinert und die nötige Erfahrung gesammelt, die es ihm und seinem Sohn Emanuele ermöglicht, die Weine zu produzieren, die wir heute geniessen können.

Wie hat Ihre Leidenschaft für Wein begonnen? Was ist die erste Erinnerung, die Sie mit Wein verbinden?

Renato: Wein war schon immer ein Teil meines Lebens, zu den Mahlzeiten stand immer eine Flasche auf dem Tisch. Die erste Erinnerung, die ich mit Wein verbinde, stammt aus der Zeit als ich als Teenager mit meinen Freunden Boule spielte und derjenige, der das Spiel gewann, auch eine Flasche Wein gewann. Zusammen mit einem Freund habe ich dann fast spielerisch mit dem Weinmachen begonnen und mich für den Barbera entschieden, einen der Lieblingsweine meines Vaters, den ich ihm schliesslich schenkte. Er schätzte es sehr und das hat mich ermutigt weiter Wein zu machen.

Es gibt also eine starke familiäre Verbindung zwischen den Buganza-Weinen und der Familie Buganza?

Renato: Unglaublich stark! Die Ernte ist immer eine Gelegenheit die Familie zu treffen. Oft kam mein Bruder Giancarlo, um mir zu helfen. Dem Wein ist es auch zu verdanken, dass ich mit einem Verwandten in Mexiko in Kontakt bleibe: mein Onkel Gerardo Buganza, Senator der mexikanischen Republik, der, nachdem er mehrmals in den Keller gekommen war und sich in den Wein verliebt hatte, ihn nach Mexiko verschiffen liess. Dies war unser erster kontinentaler Export.

Was ist Ihre Rolle auf dem Weingut?

Renato: Ich habe angefangen, selbst Wein zu machen, oder fast, ich habe mich um alles gekümmert, vom Rebschnitt bis zur Abfüllung. Als ich auf mich allein gestellt war, lernte ich mit der Zeit wie man den gesamten Weinherstellungsprozess steuert. Man muss in der Lage sein, alle Weinherstellungsprozesse gut zu beherrschen und zu kennen, um einen guten Wein herzustellen. Viele Leute denken, dass man nur während der Herbsternte im Keller arbeitet, aber man muss sich das ganze Jahr über um die Reben kümmern, wenn man eine gute Ernte haben will.

Gibt es in den 40 Jahren Ihrer Tätigkeit etwas, auf das Sie besonders stolz sind?

Renato: Die Geschichte des kleinen Gamay-Weinbergs, den wir besitzen: Ich habe dieses Bauernhaus übernommen, noch bevor es ein Weingut wurde. Es gab sehr alte Gamay-Reben, heute werden sie fast 90 Jahre alt sein. Vor 20 Jahren wurde die Gamay-Rebe nicht als heimisch in der Gegend anerkannt und daher war es notwendig, sie auszurotten. Ich lehnte das ab und 5 Jahre später kam dank eines neuseeländischen Forschers heraus, dass die Gamay-Reben Teil der ursprünglichen Weinberge der Gegend waren. Noch heute werden diese alten Weinberge für die Herstellung einiger unserer Weine der traditionellen Linie von La Risa verwendet.

Emanuele Buganza

Er wurde in Alba geboren und hilft seit seiner Kindheit mit und trägt zum Leben im Keller bei. Als er aufwuchs entdeckt er, dass er eine starke Leidenschaft für das Theater hat, macht er seinen Abschluss in Pädagogik in Turin, spielt 16 Jahre lang Theater in Parma und betritt 2003 offiziell den Keller, wo er an der Entstehung der Linie Tradizioni e Filari mitwirkt.

Was bedeutet es, im Weinkeller aufgewachsen zu sein?

Emanuele: Es ist unglaublich, im Weinkeller aufzuwachsen, zwischen den Düften und Farben des Weins gross zu werden, war wirklich eine fabelhafte Erfahrung. Es war nicht immer eine leichte und unbeschwerte Erfahrung, denn seit ich klein war, habe ich immer so gut es ging bei der Arbeit im Keller geholfen.

Welche Vision haben Sie im Bezug auf Wein? Genauer gesagt auf Ihren Wein?

Emanuele: Zunächst einmal muss Wein gut zu trinken sein. Heute stellen viele Unternehmen die Geschäftsethik über die Qualität des Weins. Der Wein, den wir produzieren, ist biologisch und biodynamisch, aber vor allem gut. Viele Unternehmen bestrafen den Geschmack und die Aromen von Wein, um Bio-Weine zu produzieren. Ich habe eine genau entgegengesetzte Philosophie: Das Endprodukt darf nicht von der Politik beeinflusst werden, der das Unternehmen folgt. Bio ja, aber nur solange es ein guter Wein ist.

Was bedeutet es für Sie, Wein zu produzieren?

Emanuele: Seit Jahren ist mein Leben zweigeteilt, zwischen dem Weingut und dem Theater. Nach dem Wein ist das Theater meine grosse Leidenschaft. Jahrelang war ich Drehbuchautor, Schauspieler und Puppenspieler. Heute kann ich diese Leidenschaft aus zeitlichen Gründen und weil ich beschlossen habe, mich zu 100 % dem Wein zu widmen, leider nicht mehr ausleben.

Sind Sie stolz auf Ihren Wein?

Emanuele: Sehr, wir kümmern uns besonders um ihn, als wäre er ein Mitglied der Familie. Da wir so stolz sind, teilen wir unseren Wein auch gerne, besonders mit Menschen, die nett zu uns sind und uns nahe stehen.

Azienda Agricola Renato Buganza
Azienda Agricola Renato Buganza

Piemont,Italien

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