Gilles Besse & Jean-René Germanier

Domaine Jean-René Germanier,  Wallis, Schweiz

170
Hektar
16
Rebsorten
21
Weine

Haben Sie neben dem Wein noch andere Leidenschaften?

Ich habe das Glück, dass mein Beruf meine Leidenschaft ist. Aber ich habe noch andere Passionen. Ich liebe die Berge. Vor zehn Tagen habe ich das Matterhorn bestiegen. Und früher wollte ich im Grunde genommen Musiker werden. Ich spiele Saxophon und ich mag Jazz.

Gilles Besse & Jean-René Germanier

Gilles Besse und Jean-René Germanier sind Absolventen der Haute école de viticulture et d'oenologie de Changins. Im Alter von 23 Jahren übernahm Jean-René Germanier den Familienbesitz. Sein Neffe Gilles Besse absolvierte vor der Schule verschiedene Praktika in der Schweiz und in Cognac und schloss sich dann im Alter von 28 Jahren seinem Onkel als Leiter der Önologie an.

Sie unternehmen zahlreiche Reisen durch die Weinwelt, um ihren Wein zu verkaufen, aber auch um sich weiterhin inspirieren zu lassen.

Wer macht was im Team?

Jean-René ist hauptsächlich im Management und im Weinbau tätig und ich beschäftige mich mehr mit der Önologie und der kommerziellen Seite. Die Rollenverteilung kam ganz natürlich zustande. Wir arbeiten dort, wo wir am effizientesten sind. Wir beide unterscheiden uns voneinander, aber zugleich ergänzen wir uns sehr gut. Wir treffen alle wichtigen Entscheidungen gemeinsam. Ein wahres Duo.

Verstehen Sie sich mit Ihrem Onkel Jean-René?

Ja, wir verstehen uns sehr gut und wir streiten fast nie. Wir sind nur sieben Jahre auseinander, das macht die Beziehung einfacher. Wenn wir uns nicht einig sind, dann gilt die Regel: "Du musst mich überzeugen!” Nun, er ist mein Onkel, also hat er nach der Logik der Familie immer noch eine Art Vormachtstellung mir gegenüber (lacht).

Wie beschreiben Sie Ihren Onkel in ein paar Worten?

Er hat eine sehr starke Persönlichkeit, viel Charisma und Charakter. Er hat auch eine grosse politische Karriere hinter sich. 2011 war er sogar Nationalratspräsident. Er ist unternehmerisch, pragmatisch und unabhängig im Geiste.

Und was würde er über Sie sagen, wenn man ihm die gleiche Frage stellen würde?

Oh, ich bin ein guter Kerl (lacht). Ich bin ein sehr herzlicher und sozialer Mensch und deshalb auch gerne unter Menschen. Meine Stärke ist meine Kreativität. Für die Verpackungen und das Aussehen des Hauses bin ich zuständig. Ich bin auch proaktiv. Ich komme gerne voran und frage mich, wie ich mich mit der Umwelt gemeinsam weiterentwickeln kann.

Können Sie mir einige Erlebnisse in Zusammenhang mit Ihren Weinen erzählen?

1995 schrieb ich einen Brief an Guide Parker. Ich habe lange keine Antwort erhalten. Kürzlich gab Parker unserem 2013 Syrah Reserve Cayas eine Bewertung von 94. Es gibt noch viele andere Erlebnisse. Jean-René und ich haben beispielsweise mehrere tolle Reisen durch die Welt des Weins gemacht. Wir fuhren in die Region Beaujolais und erhielten dort einen Preis für einen Film, den wir über unser Weingut gedreht hatten. Der Moment der Preisverleihung bleibt mir in sehr guter Erinnerung.

Was treibt Sie an?

Die Vielfalt meiner Tätigkeit. Ich gehe gerne eine Weile mit einem Sommelier in den Weinberg, bin gerne im Büro und kümmere mich um den Verkauf und die Werbung. Ich liebe es auch, in den Keller zu gehen und mit jemandem unsern Wein zu probieren. Die Menschen auf unserm Betrieb sollen gut miteinander auskommen und gerne zur Arbeit kommen. Wir haben viele Ausbildungsmöglichkeiten auf dem Gut. Es gibt also immer Lehrlinge und Praktikanten, die frischen Wind ins Haus bringen.

Was ist Ihr grösster Traum?

Es ist ein unternehmerischer Traum: Ich möchte, dass unsere Weine, die Walliser Weine und die Schweizer Weine einen internationalen Ruf geniessen. Die Franzosen sagen, sie hätten die besten Weine der Welt. "Wir machen schöne Weine", sagen die Schweizer viel zu bescheiden und bevorzugen in Wahrheit Weine aus dem Ausland. Ich möchte die Herausforderung annehmen und es schaffen, dass die Schweizer stolz auf ihre Weine sind. Es gibt dem Wein ein bisschen Chauvinismus (lacht).

Chinesisches Porträt. Wenn Sie...

eine Region wären:
Die Alpen. Wir betreiben Bergweinbau, was ich fantastisch finde.
eine Rebsorte wären:
Syrah
ein Weinkeller wären:
Ich würde derjenige sein, den wir zu Hause haben. In diesem würde ich gut aussehen.
eine Stimmung wären:
Freude
ein Lied wären:
eines von Gainsbourg? Es ist schrecklich, wenn ich wählen muss. Mir gefallen alle seine Lieder (lacht).

Domaine Jean-René Germanier
Domaine Jean-René Germanier

Wallis,Schweiz

Gilles Besse & Jean-René Germanier

Hektar
170
Hektar
Rebsorten
16
Rebsorten
Weine
21
Weine

Weingut entdecken →